„Kennst Du Deine Heimat?“ 

Auf diese Frage werden die meisten wohl mit einem überzeugten
 „Na klar!“ antworten. Und auf den ersten Blick mag das ja auch stimmen. Aber im Detail?

Allen, die ihre Westerwälder Heimat genauer kennenlernen möchten, bietet der Kultur- und Verkehrsverein (KuV) mit seiner Vortragsreihe „Heimat unter der Lupe“ bei freiem Eintritt Gelegenheit dazu. 

Nach Abschluss der „Outdoor-Saison“ mit Wandern und Rad-Wandern geht es ab November rein ins Warme. Jeweils am dritten Montag im Monat um 19 Uhr nehmen namhafte Referenten im Haus des Gastes (Hardtweg 3, 57629 Limbach) die unterschiedlichsten Aspekte unserer Heimat ebenso fundiert wie unterhaltsam „unter die Lupe“. Im Winterhalbjahr 2018/2019 – übrigens bereits die vierte Vortragsreihe – dürfen Sie sich auf folgende Referenten und Vorträge freuen. (siehe unten)



https://sites.google.com/a/kuv-limbach.de/kultur--und-verkehrsverein-limbach-e-v/heimat-unter-der-lupe/2018-2019-HudL-Homepage-Kurz%C3%BCbersicht%2070png.png

Alles Kirchensteuer, oder was?

veröffentlicht um 30.10.2018, 04:11 von Andre Schäfer   [ aktualisiert: 30.10.2018, 04:13 ]

Montag, 19. November 2018

https://www.abtei-marienstatt.de/

19.00 Uhr, Haus des Gastes (Hardtweg 3), 57629 Limbach – Eintritt frei!

Alles Kirchensteuer, oder was? Die Finanzierung des KlostersMarienstatt

Referent: P. Dominikus Söhngen O.Cist., wirtschaftlicher Leiter (Cellerar) Abtei Marienstatt

Mehr noch als früher umgibt Klöster in unseren Tagen etwas mystisches, etwas geheimnisvolles. Das bezieht sich zum einen natürlich auf die Lebensweise der Mönche. Diese steht in einem krassen Gegensatz zu unserem oft von Konsumwahn, Social Media-Hektik, Burnout und Unverbindlichkeit geprägten Leben.  Über das Mönchsein hat der Abt von Marienstatt im Januar 2017 referiert. Bei einer Frage aus dem Publikum nach der Finanzierung seines Klosters bot Abt Andreas seinerzeit spontan an, seinen Cellerar zu bitten, hierzu einen separaten Vortrag zu halten. Gesagt, getan: Im November löst Pater Dominikus dieses Versprechen seines Abtes gerne ein. Und so wird zum Auftakt der diesjährigen Vortragsreihe ein weiterer „geheimnisvoller“ Aspekt des Klosters Marienstatt beleuchtet.

Nach einigen grundsätzlichen Anmerkungen und einem kurzen Streifzug durch die Jahrhunderte seit der Klostergründung 1212, mit z.T. dramatischen Einschnitten, steht das Heute im Fokus der Betrachtungen. Wie stellt sich die klösterliche Finanzierung heute dar? Vor welchen Herausforderungen steht sie? Was ist alles zu finanzieren? Wo kommt das Geld dafür her? Und wie passen Mönchtum und Geldverdienen überhaupt zusammen? Freuen Sie sich auf eine Premiere. Denn es dürfte wohl das erste Mal in der über 800-jährigen Geschichte des Klosters sein, dass sein Cellerar öffentlich über dessen Finanzierung referiert.

Alexander Graf von Hachenburg: Auf den Spuren eines Westerwälder Originals

veröffentlicht um 30.10.2018, 04:07 von Andre Schäfer   [ aktualisiert: 30.10.2018, 04:07 ]

Montag, 17. Dezember 2018

19.30 Uhr!, Haus des Gastes (Hardtweg 3), 57629 Limbach - Eintritt frei!

Alexander Graf von Hachenburg: Auf den Spuren eines Westerwälder Originals

Referent: Dr. Jens Friedhoff, Archivar der Stadt Hachenburg

Er war Anfang 2016 mit einem Vortrag über Westerwälder Fachwerkhäuser einer der ersten Referenten bei „Heimat unter der Lupe“. Und auch diesmal musste er nicht lange überredet werden: Dr. Jens Friedhoff, seit 2012 Stadtarchivar von Hachenburg. In seinem jetzigen Vortrag „Graf Alexander von Hachenburg -  auf den Spuren eines Westerwälder Originals“ porträtiert er den letzten adligen Hausherrn des barocken Schlosses von Hachenburg, in dem heute die Fachhochschule der Deutschen Bundesbank ihr Domizil hat. Als Graf Alexander 1940 hochbetagt in der Marienstatter Abteikirche zu Grabe getragen wurde, fand ein äußerst bewegtes und bisweilen auch gerne abseits aller höfischen Etikette geführtes Leben sein Ende. Ein Leben, dessen Spuren sich auf vielfältige und oft unvermutete Weise bis heute vielerorts im Westerwald zeigen. Vorgestellt werden diese Spuren von einem Referenten, der es wie kaum ein anderer versteht, historische Themen äußerst lebendig, kurzweilig und mitreißend zu präsentieren. Überzeugen Sie sich selbst!

Die Vogelwelt des Westerwaldes

veröffentlicht um 30.10.2018, 04:00 von Andre Schäfer   [ aktualisiert: 30.10.2018, 04:04 ]

Montag, 21. Januar 2019

http://www.avifauna-rlp.de/index.php

19.00 Uhr, Haus des Gastes (Hardtweg 3), 57629 Limbach – Eintritt frei!

Zwischen Höhenflug und Absturz: Die Vogelwelt des Westerwaldes

Referent: Antonius Kunz, Co-Autor des Standardwerks „DieVorgelwelt in Rheinland-Pfalz“

Weit über 300 Vogelarten sind im Westerwald als im Freiland auftretend nachgewiesen, etwa 115 Arten können zu den regelmäßigen Brutvögeln gezählt werden. Zum Start ins neue Jahr ist Antonius Kunz zu Gast bei HudL und wirft einen Blick auf Veränderungen unserer heimischen Vogelwelt seit Beginn der systematischen Untersuchungen vor knapp 200 Jahren. Der Co-Autor des mehrbändigen Standardwerkes „Die Vogelwelt in Rheinland-Pfalz“ geht dabei zunächst auf die sich wandelnden Methoden der Vogelerfassung ein. Schwerpunkt wird jedoch die ausgeprägte Dynamik in der Zusammensetzung der Vogelwelt und in den Beständen einzelner Arten sein, die der ebenso provokante wie treffende Vortragstitel „Zwischen Höhenflug und Absturz“ bereits erahnen lässt.

Es wird an ausgestorbene (z.B. Auerhuhn, Birkhuhn, Wiedehopf) oder gar ausgerottete (Saatkrähe) Arten erinnert. Aber auch an solche, die den Westerwald nach Jahrzehnten der Vertreibung wiederbesiedelt haben (z.B. Schwarzstorch, Uhu, Kolkrabe). Zudem berichtet der Referent über bemerkenswerte Neuansiedlungen von Arten (z.B. Reiher und Tafelente, Tannenhäher, Wacholderdrossel, Birkenzeisig), wobei den „Neozoen“ (Kanadagans, Nilgans) hier eine Sonderrolle zukommt. Auch von in jüngster Zeit spektakulären Veränderungen bei durchziehenden Vogelarten kann berichtet werden. Selbstverständlich sind darüber hinaus auch die aktuell registrierten Bestandseinbrüche ehemaliger „Allerweltsarten“ Thema des reich bebilderten Vortrags.   

Die Westerwald-Brauerei – zwischen Heimat, Tradition und Innovation

veröffentlicht um 30.10.2018, 03:14 von Andre Schäfer   [ aktualisiert: 30.10.2018, 04:21 ]

Montag, 18. Februar 2019

https://hachenburger.de/

19.00 Uhr, Haus des Gastes (Hardtweg 3), 57629 Limbach – Eintritt frei!

Die Westerwald-Brauerei – zwischen Heimat, Tradition und Innovation

Referent: Jens Geimer, Geschäftsführender Gesellschafter der Westerwald-Brauerei

Von den täglichen Herausforderungen eines mittelständischen Unternehmens im harten Wettbewerb mit nationalen und internationalen Konzernen berichtet im Februar Jens Geimer, geschäftsführender Gesellschafter der Westerwald-Brauerei. Die Bekanntheit des Unternehmens und seiner Produkte dürfte im Westerwald von kaum einem anderen Unternehmen übertroffen werden. Das zu erreichen und vor allem zu erhalten war bzw. ist jedoch harte Arbeit, gepaart mit Kreativität, Innovation, Kunden- und Heimatverbundenheit sowie Verpflichtung gegenüber der Tradition. Unter dem Titel „Zwischen Heimat, Tradition und Innovation“ gewährt Jens Geimer seinem Publikum einen Insiderblick hinter die Kulissen seines Unternehmens und lässt so teilhaben am täglichen Kampf als David gegen die Goliaths dieser (Bier)Welt.

„Tiefer Westerwald“ – eine Reise ins Erdinnere

veröffentlicht um 30.10.2018, 03:12 von Andre Schäfer   [ aktualisiert: 30.10.2018, 03:26 ]

Montag, 18. März 2019

https://geopark-wlt.de/

19.00 Uhr, Haus des Gastes (Hardtweg 3), 57629 Limbach – Eintritt frei!

„Tiefer Westerwald“ – eine Reise ins Erdinnere

Referent: Dipl. Geophysiker Gerd Mathes, Geobotschafter des GEOPARK WW-Lahn-Taunus

Zum Abschluss der Vortragsreihe setzt Gerd Mathes, Geobotschafter des GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus, mit seinem Vortrag „‘Tiefer Westerwald‘ – eine Reise ins Erdinnere“ einen letzten Höhepunkt der Veranstaltungsreihe. Der Diplom Geophysiker und Eigentümer eines bergtechnischen Vermessungsbüros spannt einen Bogen über die mehr als 400 Millionen Jahre alte Entwicklungsgeschichte des Westerwaldes. Wie entstand der Westerwald in seiner heutigen Form? Was war vorher da? Wie sieht es in seinem tiefsten Inneren aus und wo kann man es sich anschauen? Auch über 2.500 Jahre Bergbaugeschichte werden skizziert und dabei u.a. berichtet, was den Westerwald mit dem Empire State Building und Kaiserin Sissi verbindet.

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