Heimat unter der Lupe

Vortragsreihe „Heimat unter der Lupe“

Auf die Frage, „Kennst Du Deine Heimat?“, werden die Meisten wohl mit einem überzeugten „Na klar!“ antworten. Aber ist dem wirklich so? Auf den ersten Blick mag das ja noch stimmen. Aber wie sieht es im Detail aus? Alle, die ihre Heimat genauer kennenlernen möchten, haben jetzt wieder Gelegenheit dazu. Denn der Kultur- und Verkehrsverein Limbach e.V. (KuV) geht nach Abschluss der Wander- und Radsaison mit seiner im Vorjahr erfolgreich gestarteten Vortragsreihe „Heimat unter der Lupe“ ins zweite Winterhalbjahr. Von November bis einschließlich März, jeweils am dritten Donnerstag im Monat um 19 Uhr, wird wieder ein namhafter Referent im Haus des Gastes in Limbach (Hardtweg 3) einen Aspekt unserer Heimat „unter die Lupe nehmen“ und im Detail vorstellen.

Zur Auftaktveranstaltung am Donnerstag, den 17. November um 19 Uhr steht unter dem Titel „Der Wolf: Bald (wieder) ein Wäller?“ gleich ein ebenso aktuelles wie heiß diskutiertes Thema auf dem Programm. Als Referent konnte der Zoologe Dr. Frank G. Wörner gewonnen werden. Er war mehrere Jahre lang wissenschaftlicher Leiter der „Eberhard Trumler-Station“ in Wolfswinkel und publizierte u.a. zahlreiche zoologische Artikel über Hunde, Wölfe und deren wilde Verwandte. Er wird die aktuelle Situation des Wolfes in Deutschland unter anderem im Hinblick auf seine vermeintliche Gefahr für Mensch und Tier, seine Konkurrenz für die Jäger sowie seine Rückkehr (auch) in den Westerwald erörtern. Im Dezember versetzt dann Marco Dörner, Leiter der Verbandsgemeindewerke Hachenburg die Besucher mit einem Blick hinter die Kulissen der Wasserver- und –entsorgung in Staunen. Denn Hand auf’s Herz, wer denkt schon an die „Welt hinter Hahn und Abfluss“, wenn er morgens duscht oder am Nachmittag einen Kaffee kocht? Hahn auf, das Wasser kommt und fließt nach Nutzung ab – ist doch ganz einfach. Oder etwa doch nicht? Auch zum Start ins neue Jahr gibt es, wenngleich auf einem gänzlich anderen Gebiet, einen Blick hinter Kulissen. Mitten unter uns, für Viele ein immer wieder anziehender Ort zum Kräftetanken, zum Gebet oder einfach nur zur Besichtigung oder zum Ausgehen. Bekannt und doch irgendwie „geheimnisvoll“, das Kloster Marienstatt und seine Mönche. Abt Andreas Range O. Cist. gewährt uns „Einblicke in eine andere Welt“. Sehr gut passend zu den Bemühungen des KuV im Kampf gegen das Indische Springkraut geht es im Februar um invasive Neophyten. Pflanzen aus fremden Ländern also, die aufgrund ihrer massiven Ausbreitung das „Ende der heimischen Pflanzenvielfalt“ bedeuten. Fred Duscha, Geschäftsführer der auf die Bekämpfung invasiver Neophyten spezialisierten Firma Neophytex, führt ins Thema ein, klärt auf über Sinn und Möglichkeiten der Bekämpfung und informiert über die Gefahren der im Westerwald vorkommenden invasiven Neophyten für Mensch, Fauna und Flora. Der Abschluss der Vortragsreihe im März schließlich ist Konrad Schwan vorbehalten, bis zu deren bevorstehender Fusion mit Betzdorf Ende des Jahres Bürgermeister der Verbandsgemeinde Gebhardshain. Mit seinem ebenso orginellen wie humorvollen Vortrag „Sprichwörter und Redewendungen im Dialekt“ hat er im „Preußenland“ bereits mehrfach begeistert. Höchste Zeit also, auch die benachbarten „Nassauer“ einmal in die Feinheiten des Westerwälder Dialektes einzuführen.

Der Eintritt zu allen Vorträgen ist frei. Da der KuV mit diesem Angebot besonders auch ältere Menschen ansprechen möchte, sind in der ersten Reihe Stühle mit Armlehnen reserviert. Zudem spricht der Referent über Mikrofon und innerhalb von Limbach kann unter der Nummer 93 93 97 ein kostenloser Fahrservice angefordert  werden.

Die Welt hinter Hahn und Abfluss

veröffentlicht um 03.11.2016, 05:43 von Limbacher Runden #LimbacherRunden   [ aktualisiert: 03.11.2016, 05:43 ]

Unsere Wasserver- und –entsorgung: Die Welt hinter Hahn und Abfluss

Termin: Donnerstag, 15.12.2016, 19 Uhr

Ort: Haus des Gastes (Hardtweg 3), 57629 Limbach

Referent: Marco Dörner, Leiter Verbandsgemeindewerke Hachenburg

 Wasser ist da, einfach da. So könnte man meinen. Global betrachtet ist das ganz klar nicht so. Und auch bei uns kann von „einfach da“ natürlich nicht die Rede sein. Was an Know-how, Arbeit, Planung, Investitionen usw. alles erforderlich ist, damit unser Wasser aus dem Hahn kommt und nach dem Verschwinden im Abfluss nicht verloren geht oder Schaden anrichtet, wird Marco Dörner, Leiter der Verbandsgemeindewerke Hachenburg in seinem Vortrag anschaulich vor Augen führen. Wo kommt unser Wasser eigentlich her? Ist es von Natur aus „fertig“ und nutzbar? Haben wir hier gutes Wasser? Wie findet es seinen Weg von der Quelle zum Wasserhahn und vom Abfluss zur Kläranlage? Überhaupt die Kläranlagen: Wie funktionieren die? Wie gründlich arbeiten sie? Und dann ist da ja auch noch das Regenwasser – was passiert damit? Ganz wichtig auch in einer Zeit des Terrors: Droht hier auch Gefahr für unser Trinkwasser? Schon diese Fragen lassen erkennen, dass es nicht „einfach da ist“, unser Wasser. Wahrscheinlich werden auch Sie nach diesem Vortrag den Wasserhahn mit anderen Augen aufdrehen…

Marienstatt und seine Mönche - Einblicke in eine andere Welt

veröffentlicht um 03.11.2016, 05:41 von Limbacher Runden #LimbacherRunden   [ aktualisiert: 07.01.2017, 06:05 ]

https://sites.google.com/a/kuv-limbach.de/kultur--und-verkehrsverein-limbach-e-v/heimat-unter-der-lupe/marienstattundseinemoenche-einblickeineineanderewelt/HudL%20Einladung%20Marienstatt.png
Termin: Donnerstag, 19.01.2017, 19 Uhr

Ort: Haus des Gastes (Hardtweg 3), 57629 Limbach

Referent: Abt. Andreas Range O.Cist., Abt Kloster Marienstatt

 

Natürlich kennen wir alle Marienstatt, seine Geschichte, die Basilika, die Klostergebäude, das Gymnasium, das Brauhaus und, und, und. Auch darauf wird der Leiter des jahrhundertealten Zisterzienserklosters, Abt Andreas Range O. Cist., am 19. Januar eingehen. Im Fokus seines Vortrages aber stehen die Mönche und deren Leben als Mönch. Wie wird man Mönch? Wie sieht der Tag eines Mönches aus? Woran richten Mönche ihr Leben aus? Was bedeutet das Eingebundensein in einen Orden? Was zeichnet den Zisterzienserorden aus, wofür steht er? Lassen Sie sich von Abt Andreas mitnehmen auf eine Reise in eine andere Welt, gleich nebenan. Egal, ob gläubiger Christ, Anders- oder Nichtgläubiger: Der Abend könnte auch Sie inspirieren….

Invasive Neophyten: Das Ende der heimischen Artenvielfalt

veröffentlicht um 03.11.2016, 05:39 von Limbacher Runden #LimbacherRunden   [ aktualisiert: 03.11.2016, 05:40 ]

Termin: Donnerstag, 16.02.2017, 19 Uhr

Ort: Haus des Gastes (Hardtweg 3), 57629 Limbach

Referent: Fred Duscha, Geschäftsführer Neophytex UG

 Als Neophyten (griechisch: neos = neu; phyton = Pflanze) werden Pflanzen bezeichnet, die nach 1492, dem Jahr der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus, in ein Gebiet gelangt sind, in dem sie natürlicherweise nicht vorkamen. Neophyten an sich sind zunächst einmal nichts „schlimmes“. Manchmal sogar ganz im Gegenteil: Unsere Kartoffel beispielsweise ist ein Neophyt. Entscheidend ist das Attribut „invasiv“. Es wird Neophyten zugeschrieben, die in ihrem neuen Lebensraum heimische Arten verdrängen. Dies führt zu einer massiven Beeinträchtigung der heimischen Artenvielfalt bis hin zum Entstehen großflächiger Monokulturen. Was sich wiederum auch dramatisch auf die heimische Tierwelt auswirkt. Fred Duscha, ausgewiesener Experte und Geschäftsführer der Neophytex UG, einem in unserer Region in Sachen Bekämpfung invasiver Neophyten führenden Unternehmen, führt zunächst leicht verständlich ins Thema ein. Als Praktiker, der gern selbst draußen im Gelände aktiv ist, weiß er die Antworten beispielsweise auf Fragen wie „Welche invasiven Neophyten kommen im Westerwald (und an der Nister) vor?“, „Macht deren Bekämpfen Sinn?“, „Welche Bekämpfungsmöglichkeiten gibt es?“ oder „Welche Gefahren bestehen für Mensch, Flora und Fauna?“ Sicher hat er auch einige „schockierende“ Bilder aus Nachbarregionen dabei, die eindrucksvoll demonstrieren, wie ganze Landstriche zu nutzlosen Monokulturen verkommen, wenn man den invasiven Neophyten das Feld kampflos überlässt.

Sprichwörter und Redewendungen im Dialekt

veröffentlicht um 03.11.2016, 05:38 von Limbacher Runden #LimbacherRunden   [ aktualisiert: 03.11.2016, 05:38 ]

Termin: Donnerstag, 16.03.2017, 19 Uhr

Ort: Haus des Gastes (Hardtweg 3), 57629 Limbach

Referent: Konrad Schwan, Bürgermeister Verbandsgemeinde Gebhardshain (bis 31.12.2016)

 Wie im Hochdeutschen so gibt es auch im Westerwälder Dialekt viele Sprichwörter und Redewendungen. In seinem Vortrag wird Konrad Schwan solche Sprüche vorstellen, ihre Bedeutung erläutern und – soweit möglich – auch auf den Ursprung eingehen. Da wird man hören dass „der Karschd länger ös wie der Still“ oder „dat ehmes dö grüeßte Mesde öm Dorf hat“ oder auch „dat ehmes ön Kallef angebonnen hat“. Diese Redewendungen wörtlich zu nehmen, wäre allerdings zu einfach. Es wird manchen erstaunen, was dahinter steckt. In seiner Heimat, dem „Preußenland“ hat Konrad Schwan mit diesem Vortrag bei verschiedenen Anlässen bereits zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer regelrecht begeistert. Seien Sie gespannt!

Vortragsreihe „Heimat unter der Lupe“: Erfolgreicher Abschluss

veröffentlicht um 18.03.2016, 01:53 von Kultur- und Verkehrsverein Limbach e.V. Andre Schäfer   [ aktualisiert: 20.04.2016, 00:30 ]

Viele Stamm- und noch mehr neue Gäste aus nah und fern (etwa aus Westerburg, Betzdorf und Altenkirchen) konnte der Kultur- und Verkehrsverein Limbach (KuV) zum Abschluss seiner Vortragsreihe „Heimat unter der Lupe“ begrüßen. Es scheint sich mehr und mehr herumzusprechen, dass es sich zu kommen lohnt, wenn in Limbach die Heimat „unter die Lupe genommen wird“.

An diesem Abend tat dies Manfred Fetthauer, Gründer und Leiter der ARGE Nister/Obere Wied e.V. Leicht verständlich stellte er zunächst die komplexen Zusammenhänge im Ökosystem Nister dar und zeigte auf, welche dramatischen Folgen eine Störung des Ökosystems hat. Im Anschluss porträtierte er ein Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit den Universitäten Koblenz-Landau und Bonn, in dem u.a. der Einfluss des Kormorans auf das Ökosystem Nister untersucht wird. Abschließend präsentierte er noch ein viel beachtetes ARGE-Projekt zum Erhalt und Ausbau der Muschelpopulation in der Nister, das Experten aus dem In- und Ausland an die Nister zieht. Ein Hoch auf die ARGE Nister/Obere Wied und ihre ehrenamtlichen Streiter, allen voran Manfred Fetthauer!

Nach dem tollen bisherigen Erfolg wird „Heimat unter der Lupe“ selbstverständlich fortgesetzt. Der Start ins Winterhalbjahr 2016/2017 erfolgt im November. Themenvorschläge und ehrenamtliche Referenten sind herzlich willkommen (einfach unter 0151 22074323 melden). Mögliche Themenfelder sind Geschichte, Persönlichkeiten, Natur und Umwelt, Infrastruktur, Architektur und, und, und. Einzige Voraussetzung: Es muss unsere Heimat betreffen.

Und damit es bis zum November nicht langweilig wird, bietet der KuV bis dahin statt Vorträgen zahlreiche Wander- und Radwander-Veranstaltungen an. Näheres unter Veranstaltungskalender.

„Heimat unter der Lupe“: 5 vor 12 für die Nister?

veröffentlicht um 04.03.2016, 11:06 von Kultur- und Verkehrsverein Limbach e.V. Andre Schäfer   [ aktualisiert: 20.04.2016, 00:18 ]

ARGE NIster
Auf die Frage, „Kennst Du Deine Heimat?“, werden die Meisten von uns wohl mit einem sicheren „Na klar!“ antworten. Aber ist das wirklich so? Auf den ersten Blick mag das ja noch stimmen. Aber wie sieht es im Detail aus? Zum Abschluss seiner Vortragsreihe „Heimat unter der Lupe“ lädt der Kultur- und Verkehrsverein Limbach (KuV) für Donnerstag, den 17. März um 19 Uhr letztmalig im Winterhalbjahr 2015/2016 ins Haus des Gastes (Hardtweg 3) nach Limbach. Nachdem an den vorherigen Abenden das Thema Fachwerkhäuser eingehend beleuchtet wurde, steht mit der Nister diesmal ein gänzlich anderer Aspekt unserer Heimat im Fokus. Manfred Fetthauer, Gründer und Leiter der ARGE Nister/Obere Wied e.V. taucht mit uns ein in die faszinierende Welt eines der letzten deutschen Flüsse mit Flussperlmuscheln und Edelkrebsen. Unterhaltsam und leicht verständlich führt er uns dabei am Beispiel der Nister Zusammenhänge und Funktionsweise eines hochkomplexen Ökosystems vor Augen. Auch werden wir erfahren, warum der Winter 1997/98 für die Nister einen schicksalhaften Wendepunkt markiert. Der Eintritt ist wie immer frei. Innerhalb von Limbach wird ein Fahrservice angeboten (bei Bedarf bitte unter Telefon 93 93 97 anmelden).                          Bildquelle: www.argenister.de

„Heimat unter der Lupe“: 405 Jahre Garantie

veröffentlicht um 29.02.2016, 21:58 von Kultur- und Verkehrsverein Limbach e.V. Andre Schäfer   [ aktualisiert: 20.04.2016, 00:18 ]

„Heimat unter der Lupe“: 405 Jahre Garantie
„405 Jahre Garantie“, schon der  Titel, den der Hachenburger Stadtarchivar Dr. Jens Friedhoff für seinen Vortrag in der Reihe „Heimat unter der Lupe“ gewählt hatte, machte deutlich, welche Meisterleistungen alte Fachwerkhäuser darstellen. Leider aber erreichen nur wenige Häuser ihr bautechnisch mögliches Alter. Wechselnde Moden, das Aufkommen neuer Baustoffe, die Erfordernisse modernen Lebens (z.B. breitere Straßen) oder Verfall durch Leerstand lassen zahlreiche Bauten verschwinden. Doch gibt es - auch in unserer Region - noch viele „Fachwerkperlen“ zu bestaunen, wie Dr. Friedhoff den gut zwanzig Besuchern aus nah und fern anhand zahlreicher Fotos zeigte. Zu verdanken ist das neben den Kommunen vor allem zahlreichen Privatpersonen, die viel Geld, Schweiß und Nerven in die Sanierung alter Fachwerkhäuser stecken, an denen wir alle uns dann erfreuen können. Selbst zu diesen Idealisten zählend, konnte Dr. Friedhoff zum Abschluss seiner unterhaltsamen Ausführungen „aus dem Nähkästchen plaudern“ und erhielt dabei viel zustimmendes Nicken aus dem Publikum. Im letzten Vortrag der Reihe im Winterhalbjahr 2015/2016 wird Manfred Fetthauer, Vorsitzender der ARGE Nister/Obere Wied e.V., am 17. März die Nister „unter die Lupe nehmen“.

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