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Wie eine Jugendherberge zum Krankenhaus wurde

veröffentlicht um 29.01.2018, 01:33 von Limbacher Runden #LimbacherRunden   [ aktualisiert: 31.01.2018, 06:43 ]
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Zum Jahresauftakt der Vortragsreihe „Heimat unter Lupe“ (HudL) stellte dessen kaufmännischer Direktor, 
Jürgen Ecker, das Krankenhaus Hachenburg vor. Ausführlich beschrieb er die Wandlung der 1945 zum Notkrankenhaus umgebauten Jugendherberge mit 12 Betten zu einem Haus mit heute 163 Betten und 420 Mitarbeitern. Als Meilensteine dieses jahrzehntelangen Prozesses nannte er u.a. den Neubau von Bettentrakt, Labor und Physikalischer Abteilung (1967), die Errichtung des neuen OP- und Funktionstraktes (1993) sowie Investitionen in die geburtshilfliche Abteilung (1996, 2005) und einen Linksherzkathetermessplatz (2015). Aktuell sind Investitionen in Notaufnahme und Intensivstation geplant. Ausführlich ging der Referent anschließend auf die Rahmenbedingungen im Krankenhauswesen ein, etwa Fallpauschalen und Mindestmengenregelung. Diese seien meist nicht patientenfreundlich und stellten insbesondere kleinere Häuser vor enorme finanzielle und organisatorische Herausforderungen. Zunehmend schwieriger wird es zudem geeignete Ärzte „aufs Land“ zu holen und Fachkräfte für die Pflege zu gewinnen. Gleichwohl sieht der Direktor sein Haus mit Linksherzkathetermessplatz, Geriatrie/Alterstraumatologie sowie Orthopädie/Unfallchirurgie für die Zukunft gut gewappnet. Zurücklehnen allerdings darf und wird man sich aber auch in Zukunft nicht. Nach ausführlicher Fragerunde warb Bernd Schneider noch für den Besuchsdienst des Hauses (bei Interesse: (0 26 62) 850). Der nächste Vortrag am Montag, 19.02. um 19 Uhr im Limbacher Haus des Gastes lautet: „Der Westerwald – Bald ein Land ohne Bauern?“ Referent ist Heribert Metternich, Vorsitzender des Kreisbauernverbands Westerwald.